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Studien zur Geschichte des Krankenhauswesens
Studien zur Medizin-, Kunst- und Literaturgeschichte
Studien zur Geschichte der Sozialmedizin und Psychiatrie
Geschichte der Pharmazie
Einzelbände
Gesamtverzeichnis






 

 


40 Jahre Verlag Murken-Altrogge

Das Verlegerehepaar Christa Murken-Altrogge und Axel MurkenSeit 1976 geben das Verlegerehepaar Christa Murken-Altrogge und Axel Hinrich Murken wissenschaftliche Studienreihen zur Geschichte des Krankenhauswesens und zur Medizin, Kunst und Literaturgeschichte heraus. Aufgabe und Ziel dieser interdisziplinär angelegten Reihen soll es sein, einzelne Aspekte der historischen Entstehung der Medizin-, Sozial- und Kulturgeschichte zu untersuchen und anschaulich darzustellen.

Der Verlag wurde in Münster in Westfalen 1976 gegründet, um Bücher herauszugeben, die bisher wenig beachtete Bereiche der Wissenschaftsgeschichte mit ihren interdisziplinären Verflechtungen wissenschaftlich vorstellen. Der Schwerpunkt des Buchprogrammes liegt auf der Kunst- und Medizingeschichte, was sich aus der Biographie der beiden Gründer, der Kunsthistorikerin Christa Murken-Altrogge und dem Arzt und Kunsthistoriker Axel Hinrich Murken, ergab. Seit der Gründung des Verlages und seiner Übersiedlung nach Herzogenrath im Jahr 1981 sind im Durchschnitt vier Bücher jährlich erschienen.

Die Reihe „Studien zur Geschichte des Krankenhauswesens“ widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung der historischen Krankenhausentwicklung von ihren ersten Ursprüngen, so unter anderem dem frühmittelalterlichen Hospital, der Geschichte der klinischen Medizin und der öffentlichen Gesundheitsfürsorge. Die Darstellung der verschiedenen Aspekte der Geschichte des Krankenhauswesens umfasst im Programm des Buchverlages nicht nur einen wesentlichen Bereich der Medizingeschichte, sondern erhält auch ihre Verknüpfung mit der allgemeinen Kultur- und Sozialgeschichte.

Angesichts der Tatsache, dass fast jeder Erdenbürger der westlichen Welt in einem Krankenhaus das Licht der Welt erblickt und jeder zweite von uns in einer solchen Anstalt seine letzten Stunden erlebt, erscheint es sinnvoll und auch notwendig, sich mit dem Krankenhaus, seinen historischen Vorraussetzungen, seinen unterschiedlichen Modellen und Konzepten zu befassen. Man kann wohl mit Recht behaupten, dass ohne diese Kenntnisse die heutige Entwicklung der hochtechnisierten Krankenhausmedizin vom klinischen Ambulatorium bis zum Universitätsklinikum kaum zu erklären und zu bewerten ist. Zugleich befindet sich das Krankenhaus seit einem Jahrzehnt in einem Wandlungsprozess wie vor zweihundert Jahren. Damals entstand das Krankenhaus als karitative Wohlfahrtsinstitution für die stationäre Pflege und Behandlung heilbarer Patienten, heute geht die Tendenz vom Krankenhaus zum Gesundheitszentrum mit unterschiedlichen Versorgungen der Bevölkerung: von der Präventation bis zur Hightech-Medizin.

Die Reihe „Studien zur Medizin-, Kunst- und Literaturgeschichte“ knüpft an die teilweise engen Querverbindungen von Kunst und Literatur mit der Medizin an. Viel zu wenig ist bisher bekannt, wie etwa der jeweilige Stand der Medizin im Spiegel der Kunst wiedergegeben wurde. Von der spätgotischen Tafelmalerei über die Titelblattillustrationen des 17. Jahrhunderts bis zum naturwissenschaftlich orientierten Werk von Joseph Beuys (1921-1986) lässt sich diese enge Verbindung aufzeigen. Das liegt zum einen seit altersher am Interesse der Künstler für die Heilkunst und zum anderen an der Nähe zahlreicher Ärzte zur Kunst und Literatur. Auch zu den vielfachen Reflektion der Heilkunst in den sogenannten primitiven Kulturen, der naiven Malerei und der Art Brut sind umfangreiche Untersuchungen erschienen.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Reihe liegt auf der Entwicklung des medizinischen Kinder- und Jugendbuches. Längst hat der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann (1809-1894) mit seinem Struwwelpeter seit Beginn des 20. Jahrhunderts Nachfolger gefunden, die alle Facetten der geschichtlichen, der präventiven und kurativen Medizin für Kinder in Bild und Text darstellen. Eine weitere Studienreihe ist der historischen Entwicklung der Sozialmedizin und Psychiatrie gewidmet.

In den vergangenen Jahren sind ebenfalls einige Einzelbände zur Kunst- und Kulturgeschichte erschienen, die sich sowohl mit Künstlerbiographien wie auch psychosomatischen Themen wie der Hysterie oder dem Schmerz befassen. So wurde ein weiterer Band über Joseph Beuys und eine Monographie über den belgischen hyperrealistischen Maler Roland Delcol herausgegeben. Über das Phänomen des Schmerzes in Vergangenheit und Gegenwart sind seit 2004 drei Bände in englischer Sprache erschienen. Pain as Man’s constant companion, from birth to death. Die unterschiedlichen Heilmethoden zur Linderung von chronischen Schmerzen werden von der Hightech-Medizin bis zu den alternativen komplementären Behandlungsformen dargestellt.

Richard Falkenberg: HypnosebehandlungDarstellung einer Hypnosebehandlung. Holzschnitt nach einem Gemälde von Richard Falkenberg. Aus: Axel Hinrich Murken: Pain as man’s companion, from birth to death. Volume 3. Herzogenrath 2006


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